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Lungenkrebsrisiko durch Feinstaub

Das Feinstaub in erhöhter Dosis und über einen längeren Zeitraum schädlich für den Körper ist, ist bekannt, aber wie hoch das Risiko wirklich ist, untersuchten nun Forscher aus den Niederlanden.

Das Feinstaub in erhöhter Dosis und über einen längeren Zeitraum schädlich für den Körper ist, ist bekannt, aber wie hoch das Risiko wirklich ist, untersuchten nun Forscher aus den Niederlanden.

Niederländische Wissenschaftler der Universität Utrecht haben sich nun mit dem Thema des Feinstaubrisikos beschäftigt und kamen zu dem Ergebnis, dass bereits eine Feinstaubkonzentration unter dem in Europa festgelegten Höchstwert, die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Lungenkrebs zu erkranken. Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser von bis zu 10 Mikrometern dürfen in Europa einen Jahresmittelwert von 40 Mirkogramm pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten.
Für die Studie namens „European Study of Cohorts for Air Pollution Effects“ verglichen die Forscher Daten aus 17 in Europa durchgeführten Kohortenstudien mit über 300.000 Testpersonen und einem Krebsregister, mit Messdaten über die durchschnittliche Konzentration von Stickoxiden und Feinstoffen. Die Messerdaten gewannen sie dadurch, dass sie in den Niederlanden, in Norwegen, Dänemark,Schweden, Griechenland, Italien, Spanien, Österreich und im Vereinigtem Königreich spezielle Messstationen aufstellten. Durch die dadurch erworbenen Messergebnisse konnte ein Landnutzungsmodell berechnet werden, wodurch die durchschnittliche Luftverschmutzung über mehrere Jahre zahlenmäßig erfasst werden konnte.
Die Auswertung zeigte, dass zwar kein nachweislicher Zusammenhang zwischen der Stickoxidkonzentration und den Krankheitsfällen besteht, aber schon eine um 10 Mikrogramm erhöhte Konzentration von PM10-Teilchen das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, um 22% erhöht. So erkrankten von den Probanden in 13 Jahren 2.095 ab Lungenkrebs.
Die Wissenschaftler konnten zwar keinen Grenzwert festlegen, allerdings gilt, dass je weniger Feinstaubpartikel sich in der Luft befinden, desto besser ist es für die Menschen.

Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“.

→ Feinstaub entsteht hauptsächlich durch Autoabgase und Verbrennungsprozessen der Industrie.