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Gibt es zwischen Krebs und Alzheimer einen Zusammenhang – und wenn ja, welchen ?

Schon länger ist Medizinern aufgefallen, dass Menschen nur selten an Krebs und Alzheimer erkranken, als würde die eine Krankheit die andere ausschließen.

Einige Mediziner sind davon überzeugt, dass es daran liegt, dass bei Menschen die an Alzheimer leiden, oft keine Krebsuntersuchungen durchgeführt werden, da die Patienten auf Grund ihrer bestehenden Krankheit nicht mehr in der Lage sind, spezifische Symptome zu äußern,woraufhin Untersuchungen angeordnet werden würden. Krebspatienten würden ihrem Leiden hingegen meist vorzeitig erliegen, sodass ihnen die Demenz erspart bleibt.

Schon länger ist Medizinern aufgefallen, dass Menschen nur selten an Krebs und Alzheimer erkranken, als würde die eine Krankheit die andere ausschließen.

Einige Mediziner sind davon überzeugt, dass es daran liegt, dass bei Menschen die an Alzheimer leiden, oft keine Krebsuntersuchungen durchgeführt werden, da die Patienten auf Grund ihrer bestehenden Krankheit nicht mehr in der Lage sind, spezifische Symptome zu äußern,woraufhin Untersuchungen angeordnet werden würden. Krebspatienten würden ihrem Leiden hingegen meist vorzeitig erliegen, sodass ihnen die Demenz erspart bleibt.
Des Weiteren werden gewisse Symptome, die auf Alzheimer deuten, als Nebenwirkungen der Chemo- oder Radiotherapie abgetan.

Mediziner des Instituts für Biotechnik in Mailand beschäftigten sich nun mit diesem Phänomen und gingen der Frage auf den Grund, ob es sich schlichtweg um einen Diagnosefehler handelt oder tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den beiden Krankheiten besteht.
Verglichen wurden Daten aus Mailand von über 2.800 Demenzkranken und von rund 21.500 Krebspatienten. Die Personen waren allesamt über 60 Jahre alt.
Die Konzentration lag auf den Inzidenzen der Erkrankung, an der der Patient aktuell nicht leidet. Untersucht wurden diese vor und nach der Diagnose.
Folglich müsste also bei einer Unterdiagnose von Krebs bei Alzheimerpatienten, die Inzidenz erst nach der Alzheimerdiagnose sinken. Wenn sie aber vorher schon erniedrigt ist, wäre dies nicht durch eine schlechte Diagnose zu erklären.
Außerdem wurden die Inzidenzen von Krebs und Demenz mit der gesamten mailändischen Bevölkerung abgeglichen.
Die Forscher konnten 161 Patienten ermitteln, die im Zeitraum von 2004 – 2009 sowohl an Krebs, als auch an Alzheimer erkrankten. Laut den Untersuchungen der Bevölkerung hätten jedoch 281 Alzheimerpatienten an Krebs und von den Krebspatienten hätten 246 an Demenz erkranken müssen. Somit war die Krebsrate unter den Menschen, die an Alzheimer leiden, um ganze 43% niedriger, als berechnet. Umgekehrt war die Alzheimerrate unter den Krebspatienten 35% schwächer. Aus diesen Ergebnissen lässt sich nun also mit Gewissheit sagen, dass es nicht an Diagnosefehlern liegt, sondern das ein Zusammenhang zwischen den beiden Krankheiten besteht. Speziell bei den Patienten, die über 70 Jahre alt sind, wurde die Beziehung statistisch signifikant.

Die mailänder Mediziner vermuten, dass Tumorsuppressorgene wie p53 für die Wechselwirkung der beiden Krankheiten verantwortlich sind. Da das p53-Gen eine sogenannte Wächterfunktion inne hat, also bei Schäden an der DNA Reparaturmechanismen aktiviert oder aber den Zelltod auslöst. Bei rund 50% der Tumoren arbeitet dieses Gen nicht, wodurch sich mutierte Zellen unaufhaltsam weiter ausbreiten können.
Bei Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer ist dieses Gen überaktiv und ist deshalb Schuld am vorzeitigen Tod von Zellen.
Zusätzlich scheint das Protein Pin1- eine Rolle zu spielen, da es den Amyloidstoffwechsel reguliert und damit vor einer Demenz schützt, aber es begünstigt auch viele Krebsarten.