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Erschreckende Ergebnisse des Arzneimittelreports

Nun wurde der Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK in Berlin vorgestellt und deckte beunruhigende Fakten auf.
Das Resultat basiert auf den Daten der 21 Millionen Versicherten über 65 Jahren und den eine Million Versicherten Kindern und Jugendlichen.

Nun wurde der Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK in Berlin vorgestellt und deckte beunruhigende Fakten auf.
Das Resultat basiert auf den Daten der 21 Millionen Versicherten über 65 Jahren und den eine Million Versicherten Kindern und Jugendlichen.

Nicht nur, dass zu viele Antipsychiotika verschrieben werden, es erhalten auch zu viele ältere Patienten zu viel verschiedene Medikamente.

So stieg nämlich die Verschreibung von Antipsychiotika bei Kindern und Jugendlichen um 41 % von 2005 bis 2012, obwohl Studien weder belegen können, dass es einen Anstieg der psychiatrischen Störungen gibt, noch gab es Änderungen bei den relevanten Therapieempfehlungen.
Antipsychiotika werden bei Patienten verschrieben, die unter Depressionen, Angststörungen oder ADHS leiden.

Aber auch die Mischung von Medikamenten nimmt immer mehr zu, obwohl diese Multimedikationen sehr riskant sind. So nehmen 1/3 der 65 Jährigen Versicherten jeden Tag mehr als fünf verschiedene Medikamente zu sich. Durchschnittlich nehmen die Patienten dieser Altersgruppe 7,3 Wirkstoffe pro Tag ein.

Vizechef der Barmer GEK Rolf-Ulrich Schlenker fordert, dass Ärzte und auch Apotheker einen besseren Einblick über die Arzneimittel eines Patienten brauchen. So erhielten 2010 23.500 Demenzkranke Schlaf- und Beruhigungsmittel, obwohl diese Nebenwirkungen haben wie Verlust der Aufmerksamkeit oder der Erinnerung.

Die Einführung der elektronischen Gesundheits- und Patientenkarte und des elektronischen Rezepts seien daher eine Notwenigkeit.

Die Kosten für Medikamente lagen 2012 bei 3,9 Milliarden Euro.