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Die weitgehend unbekannte Gefahr der Endokrinen Disruptoren

Seit mehreren Jahren diskutieren Wissenschaftler und auch Politiker über Weichmacher, die Endokrinen Disruptoren, da diese immer noch nicht weitreichend erforscht sind, aber eine schädliche Wirkungen auf den Menschen haben.

Seit mehreren Jahren diskutieren Wissenschaftler und auch Politiker über Weichmacher, die Endokrinen Disruptoren, da diese immer noch nicht weitreichend erforscht sind, aber eine schädliche Wirkungen auf den Menschen haben.

Zu diesen wie Hormone wirkenden Stoffen gehören mindestens 800 chemische Substanzen, denen wir täglich im Alltag begegnen, ohne es zu wissen.
Sie befinden sich zum Beispiel in Pestiziden, Kunststoffverpackungen, Plastikspielzeug oder auch in Fertignahrung.

Sie wirken auf das Hormonsystem des Menschen ein und können dort schwere Stoffwechselstörungen hervorrufen, wie zum Beispiel Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen.
Vor allem bei nicht entwickeltem Gewebe, also bei ungeborenen Babys oder Kleinkindern, können diese Stoffe eine verheerende Wirkung haben. Die Folgen kommen erst mit wachsendem Alter zum Vorschein, so zum Beispiel Genitalmissbildungen bei Jungen, ADHS, eine gestörte Samenbildung oder auch Fehlgeburten bei jungen Frauen.
Durch ihre Fähigkeit einen Hormonrezeptor zu blockieren, verhindern sie, dass sich körpereigene Hormone andocken und wirken können. Aber auch die Umwandlung und die Produktion von wichtigen Hormone stören sie, weswegen der Hormonspiegel im Blut dementsprechend steigt oder sinkt.

So können sie auch an endokrin-bezogenen Krebsformen wie Prostata-, Schilddrüsen- oder Brustkrebs beteiligt sein.

Endokrine Disruptoren beeinflussen also das Gleichgewicht des Hormonsystems und den Stoffwechsel, die Entwicklung der Knochen und des Immunsystems und die Fettspeicherung.

Es gibt keinen festgelegten Schwellenwert, ab wann die Stoffe gefährlich werden.
Die Dosis kann sehr gering sein, da sich die schädliche Wirkung über längere Zeit addiert.

89 internationale Forscher fordern deswegen, dass umfangreiche Testreihen durchgeführt werden, um das Risiko endlich genau einschätzen und die Verbraucher informieren zu können.
Der Verbrauch von unter anderem Bisphenol A, das für die Innenbeschichtung von der Konservendosen verwendet wird, oder auch die als Weichmacher für zB. Plastikverpackungen genutzten Phthalate sollten weniger zum Einsatz kommen.

Man sollte unter anderem vorzugsweise frische Lebensmittel kaufen, also weder in Plastik- oder Folienverpacktes Essen, noch Fertignahrung aus Konservendosen. Fleisch oder Gemüse sollten besten Falls Bioprodukte sein.
Kleinkinder sollte man weniger mit weichem Plastikspielzeug spielen lassen, solange sie in der Phase sind, in der sie alles in den Mund nehmen.