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Altenpflege – Anzahl der Patienten soll 2050 dreimal so hoch sein

Aufgrund der von Experten berechneten Verdreifachung der pflegebedürftigen älteren Menschen auf 277 Millionen bis 2050, wird auch der Bedarf an entsprechendem Pflegepersonal deutlich steigen.

Aufgrund der von Experten berechneten Verdreifachung der pflegebedürftigen älteren Menschen auf 277 Millionen bis 2050, wird auch der Bedarf an entsprechendem Pflegepersonal deutlich steigen.

Aktuell sind über 2,5 Millionen Menschen in Deutschland und 101 Millionen Menschen weltweit pflegebedürftig. Knapp 70% der 2,5 Millionen, also 1,76 Millionen wurden bzw. werden zu Hause durch Familienangehörige versorgt, während knapp 576.000 zwar ebenso daheim, aber durch geschultes Pflegepersonal umsorgt werden. Die Zahl derjenigen, die in Heimen leben ist mit 743.000 (30%) relativ gering.
Unter den Menschen, die auf die Hilfe im Alltag durch andere Menschen angewiesen sind, leiden deutschlandweit mehr als 1,4 Millionen und weltweit um die 35 Millionen Menschen an Demenz, die die geistigen Leistungen beeinträchtigt und unter anderem bis hin zum kompletten Gedächtnisverlust führen kann.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartungen der Menschen auf der ganzen Welt steigt auch die Zahl der pflegebedürftigen älteren Menschen stetig an. Experten warnen nun daher einerseits, vor der beinahen Verdreifachung der 101 Millionen Menschen auf 277Mio. und andererseits vor einer Alzheimerepidemie, da die Krankheit im zunehmenden Alter gehäuft auftritt. Die Kosten allein für die Versorgung von demenzkranken Menschen belaufen sich zur Zeit bereits auf über 447 Milliarden € pro Jahr. Unter Einbeziehung der Daten der Experten und dem Aspekt, dass immer weniger Angehörige die Zeit oder auch die Kraft haben, sich um einen Pflegefall zu kümmern, werden die Kosten zukünftig immens steigen. Problematisch wird dies, ebenso wie die unzureichende Anzahl von Altenpflegern vor allem für Länder wie China und Indien aufgrund der ökonomischen und sozialen Veränderung. Denn so erhalten nicht nur immer mehr Frauen eine bessere schulische, als auch berufliche Bildung und zielen daher eine berufliche Karriere an, sondern auch die Zahl der Neugeborenen geht zurück und die jungen Leute, die in kleinen Städten oder Dörfern leben, zieht es in die Stadt, weswegen die Älteren alleine zurückbleiben.

az